ROMANE
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Tod und Spiele
von Malachy Hyde


Der erste Roman in der Silvanus - Reihe
Erhältlich auch auf Spanisch (Muerte y Juegos) und Türkisch (ÖLÜMÜN SIRRI)

Gebundene Ausgabe, 350 Seiten, Diederichs 1999
ISBN-10: 3424014753
ISBN-13: 978-3424014754

Taschenbuch, Droemer Knaur 2000
ISBN-10: 3426631156
ISBN-13: 978-3426631157

Inhalt
Leseprobe
Presse

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Cover Das Geheimnis des Mithras-Tempels
  


Inhalt - Tod und Spiele

41 Jahre vor Christi Geburt:
Die Stadt Didyma am Fuße des Apollontempels, dem bedeutendsten Orakelheiligtum Kleinasiens, steht in Erwartung der athletischen Spiele und
der größten Prozession, die diese Zeit kennt.
Marcus Antonius, der neue Herrscher, ist gekommen, um dem Heiligtum zu huldigen und das Orakel zu befragen. Doch ein mysteriöser Mord durchkreuzt sein Vorhaben. Ein unheilvolles Omen: Der Tote ist Antigonos, ein junger aufstrebender Athlet und Priester des Apollonheiligtums.
Willens, dem Schicksal zu trotzen, setzt Antonius seinen Begleiter Silvanus Rhodius auf die Fährte des Mörders. Doch der junge Römer verstrickt sich in ein Geflecht von Vermutungen, Verdächtigungen und Gefühlen, in die Laelia, Tochter des ansässigen Tavernenbesitzers, und Illicia, ihre Freundin, verwickelt werden.
Alle sind verdächtig - bis ein weiterer Mord geschieht...

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Leseprobe - Tod und Spiele

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Presse - Tod und Spiele

Krimi-Forum - August 2001
(www.Krimi-Forum.de/Datenbank/Titel/ft001524.html)
Malachy Hyde, (Karola Hagemann + Ilka Stitz)
Tod und Spiele (1. Band Silvanus Rhodius) Knaur TB, ISBN 3-426-63115-6

Rezension:
Malachy Hyde ist mit diesem Kriminalroman ein wirklich überzeugendes Debüt gelungen. Die spannende Geschichte um den Sonderermittler des Triumvirs Marcus Antonius, Silvanus Rhodius, der immer gegen seinen Willen gezwungen wird, Mordfälle aufzuklären und sich jedes Mal schwört, dass es das letzte Mal sein wird, macht nicht nur Spaß, sondern ist auch in den historischen Details korrekt.
Dazu kommen noch die beiden sympathischen Heldinnen Laelia und Illicia, die für die damalige Zeit erstaunliche Freiheiten haben und unbedingt den Mord aufklären wollen, sowie zahlreiche weitere skurrile Nebenpersonen wie z.B. den gallischen Flötenspieler Rubingetorix, der nach 10 Jahren in Didyma noch immer kein einziges Wort Lateinisch oder Griechisch spricht.
Damit sich der Leser in der ihm normalerweise ziemlich fremden Region Kleinasiens zurechtfindet, gibt es eine Karte, in der alle Schauplätze des Romans eingezeichnet sind, sowie ein ausführliches Personenverzeichnis, um nicht den Überblick über die vielen lateinischen und griechischen Namen zu verlieren. Ein tolles Lesevergnügen, nicht nur für Kenner oder Freunde des römischen Weltreichs, sondern auch für alle Krimiliebhaber, die wirklich spannende Unterhaltung zu schätzen wissen und Lust haben, ihre Geschichtskenntnisse so ganz nebenbei aufzufrischen.
Daisy

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Kölnische Rundschau, 4.9.1999
Krimi im antiken Kleinasien: „Tod und Spiele“ von Malachy Hyde
Mord vor dem Orakel

Von Günter Nawe
Wir schreiben das Jahr 41 vor Christi Geburt. Tatort: die antike Stadt Didyma am Fuße des Apollontempel. Athletische Spiele und eine Prozession vor dem bedeutendsten Orakelheiligtum Kleinasiens ziehen Hunderte von Menschen an.

Auch Marcus Antonius, Herrscher über die kleinasiatische Provinz, ist aus diesem Anlaß nach Didyma gekommen. Er will Apollon huldigen und das Orakel befragen. Doch plötzlich findet man die Leiche des jungen Antigonos. Ein böses Omen.
Antigonos – einer der erfolgversprechendsten Talente unter den Athleten und ein Priester des Apollonheiligtums – ist ermordet worden. Um das Fest zu retten und der vermeintlichen Warnung der Götter zu trotzen, ist Marcus Antonius bemüht, den feigen Mord so schnell wie möglich aufzuklären. Sozusagen als antiken Kriminalkommissar setzt er seinen Begleiter Silvanus Rhodius ein.

Unweit vom Tatort gibt es die Taverna Bibuli: Kneipe, Speiserestaurant und nicht zuletzt die Nachrichtenbörse von Didyma. Hier führt Laelia, Tochter des Kneipiers Bibulus die Geschäfte, oft unterstützt von ihrer Freundin Illicia. Letztere war die Verlobte des Ermordeten. Beide werden ebenso wie der ägyptische Arzt Hani Rami zu Helfern des Rhodius. Denn sehr schnell stellt sich heraus, daß die Lösung des Falls alles andere als einfach ist. Gibt es politische Gründe oder war Eifersucht im Spiel?
Wußte Antigonos zuviel oder war vielleicht gar aus sehr durchsichtigen Motiven das Orakel gefälscht?

Es ist ein aufregender Kriminalfall, den uns Malachy Hyde schildert. „Tod und Spiele“, so der Titel des Romans, ist atmosphärisch dicht, spannend und brillant erzählt, voller überraschender Einfälle und sehr nah an den historischen Quellen. Und eben vom Plot her einmal ganz anders als alle Krimis, die wir kennen.

Autorinnen-Duo arbeitet unter Pseudonym
Vielleicht liegt es daran, daß sich zwei Autorinnen die Arbeit geteilt haben. Denn hinter dem Pseudonym Malachy Hyde verbirgt sich die in Köln lebende Ilka Stitz und ihre Hannoveraner Kollegin Karola Hagemann. Am 13. September, 19.30 Uhr, stellt die Marzellus-Buchhandlung die beiden Autorinnen und ihr Buch im Dom-Forum vor.

Sie haben eine literarische Erstgeburt abgeliefert, die zu größten Hoffnungen Anlaß gibt.Karola Hagemann ist Historikerin und Anglistin und arbeitet beim Landeskriminalamt in Niedersachsen. Ilka Stitz hat Kunstgeschichte, Germanistik und Archäologie studiert. Gute fachliche Voraussetzungen also für einen Kriminalfall, der in der Antike spielt.
Allerdings ist es sicher müßig danach zu fragen, wer welchen Anteil an dieser aufregenden Geschichte hat.

Wichtiger ist es sicher für den Leser zu wissen, was sich da noch alles tut im antiken Didyma. Und das ist eine ganze Menge. Denn der Fall ist denkbar verwickelt. Plötzlich herrscht Mißtrauen in der Stadt. Aus der Vorfreude auf die Spiele ist lähmendes Entsetzen geworden. Jeder verdächtigt jeden. Der Vater von Illicia zum Beispiel ist in einige dunkle
Geschäfte verwickelt, die Priester des Tempels haben ebenfalls ihre Geheimnisse. Offilia, Schwester von Laelia und Gattin des Rubingetorix, der „gallischen Pfeife“, verschwindet plötzlich. Sie empfängt schon mal heimlich Liebhaber, während Rubi sturzbetrunken in irgendeiner Ecke schlummert. Wer also war wann bei ihr, und wo ist sie jetzt? Schließlich geraten Laelia und Illicia in einen Strudel von Gefühlen, die Marcus Antonius und Silvanus Rhodius gelten – und die von ihnen erwidert werden. Doch auch das führt zu Verwicklungen. Die Lösung des Falls? Oder besser der Fälle? Sie wird hier nicht verraten.
Malachy Hyde jedenfalls versteht es, die Spannung zu halten und den Leser geschickt durch die vielen Verwirrungen und falschen Fährten zu einem guten Ende zu führen.

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LOKALEJOURNAL, März 1999

"In diesen Tagen bevölkerten mehr Menschen die Stadt, als Geschäfte und Herbergen aufnehmen konnten. So waren nicht nur die Quartiere hoffnungslos überfüllt - bis zu zehn Personen hatten die geschäftstüchtigen Wirte in eine Kammer gepfercht - sondern auch
auf den Straßen und Plätzen drängten sich die Massen."
Keine Vorschau auf die deutsche Weltausstellungspremiere in Hannover. Die Szene spielt vor über 2000 Jahren. Tausende von Gläubigen machen sich auf den Weg von Milet in die kleine Stadt Didyma, wo der gewaltige Apollon-Tempel, seinerzeit das bedeutendste Orakelheiligtum Kleinasiens, errichtet wird. Das Bauwerk ist noch nicht vollendet - es fehlt am Geld. Dennoch geht die schon voll in Betrieb befindliche Kultstätte später auch
wegen ihrer architektonischen Schönheit in die Geschichte ein.
Milet ist nach Ephesos die zweitgrößte Stadt der oströmischen Provinz Asia (heute Türkei). Im Jahre 133 v. Chr. vererbten die Herrscher von Pergamon ihren Herrschaftsbereich an Rom. Ohne Kämpfe fiel so die wohlhabende Region mit den bedeutenden Häfen an das sich ausdehnende römische Imperium.
Soeben hat der römische Osten einen neuen Herrscher erhalten: Marcus Antonius, einer der Triumvirn in Rom, unter dessen Führung die Mörder Caesars 42 v. Chr. bei Philippi besiegt worden waren, verfügt über die politische und militärische Macht. Auf der Reise durch sein neues Herrschaftsgebiet schließt sich Antonius der Prozession an, die sich unter der heißen Sonne Milets zu formieren beginnt. Bis auf diese Szene, mit der der neue Roman „Tod und Spiele" beginnt, ist die Situation historisch belegt. Welche Stationen der mächtige Triumvir und spätere Gemahl der ägyptischen Königin Kleopatra tatsächlich auf seiner Reise durch Kleinasien besucht hat, ist allerdings kaum durch Quellen nachgewiesen.
Diese „Geschichtslücke" regte die Phantasie der jungen Autorinnen des Altertum-Kriminalromans an. Sie lassen den gestandenen römischen Feldherrn über die traditionellen, jährlichen Feierlichkeiten zu Apollons Ehren in Didyma zum Mitspieler in einer spannenden, aber auch
romantischen und tragischen Episode werden.
Das erste Opfer fällt Marcus Antonius schon nach kurzer Zeit buchstäblich vor die Füße.
„Der Tote war jung. Sein Gewand, ursprünglich rein und weiß, war an der Brust von Blut getränkt."
Antigonos, ein Nachwuchs-Priester und begeisterter Sportler aus dem Apollon-Heiligtum, starb ausgerechnet am Tag der großen Feierlichkeiten. Er war der Favorit der leichtathletischen Wettkämpfe, die nun ohne Anstrengung von seinem Kontrahenten aus Delphi gewonnen werden ...
Der Vorfall ist ein schlechtes Omen für den neuen Herrscher. Der fühlt sich prompt herausgefordert: „Ich, Marcus Antonius, werde dafür sorgen, daß der Mörder gefaßt und der Gerechtigkeit Genüge getan wird. ... Zudem soll die Inschrift auf einer Säule immer daran erinnern, daß Marcus Antonius den Mörder des Antigonos, Priester des Apollon, entlarvt und mit dem Tode bestraft hat."
Mit der praktischen Aufklärungsarbeit betraut Antonius anschließend seine rechte Hand, Silvanus Rhodius, erst seit kurzem in Kleinasien, um politisch Karriere zu machen. Wenig begeistert nimmt der 32jährige Römer die Ermittlungen auf. In Didyma angekommen, quartiert Silvanus sich in der Taberna Bibuli ein, wo schon bald die Fäden der Handlung zusammenlaufen. Und dann sind da noch Laelia, die schöne Tochter des Gastwirts, und ihre Freundin Illicia, zwei couragierte - und noch unverheiratete - Mädchen, die sich sehr bald kräftig in das Geschehen einmischen ...
Humorvoll und lebendig liest sich diese Geschichte um Menschen und Götter im alten Rom. Den Autorinnen Karola Hagemann und Ilka Stitz, die den Roman unter dem Pseudonym Malachy Hyde gemeinsam verfaßt haben, gelingt es, dem Leser nebenbei Einblick in den Alltag vor 2000 Jahren zu gewähren.
Wie die Geschichte schließlich ausgeht? Hier ein Tip: das Orakel lautet nicht immer so, wie die Menschen es sich wünschen ...
kl


EKZ - Informationsdienst 7/99,
Fachzeitschrift für deutsche Bibliotheken
von Ingrid Kohlmeyer

„... Gut recherchierter historischer Hintergrund, sympathische Hauptpersonen und eine flott erzählte Story kennzeichnen das Krimidebut der beiden jungen deutschen Autorinnen, die sich hinter dem Pseudonym M. Hyde verbergen.
Vergleichbar mit Lindsey Davis' römischen ‘Falco-Krimis’.

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